Winterreifen / Sommerreifen

  • Ich glaube offen gesagt kaum, dass der Winterreifen eine Sommerprofilmischung haben, den genau hier liegt ja der entscheidenste Unterschied, zwischen Sommer und Winter.

    Die Mischung sind ja schon bei AllwetterReifen gegenüber dem Sommerreifen geändert, was die schlechteren Eigenschaften gegenüber dem Sommer- und Winterreifen erklärt..


    Nichts desto trotz bleibt auch bei vermeintlich gleicher Profilmischung das Problem es unterschiedlichen Profils, was den Winterreifen deutlich anderes Verzahnungsbild verleit und so das geänderte Einlenk- und Lastwechselverhalten erklärt.


    Du hast mich missverstanden, ich rede nicht von einem Profil-, sondern von einer Gummimischung.


    Ich habe noch bisher noch keine Allwetterreifen mit einem W oder Y Index gesehen, geschweige denn gefahren.


    Bei den Standardwinterreifen (<190 km/h und <210 km/h) hast Du ja auch durchaus recht, es sind lediglich die Winterreifen, die Index W (<270 km/h) oder Y (<300 km/h) tragen.


    Mich würde jetzt mal wirklich interessieren, wer schon Winterreifen 245/35 93W im Sommer bei über 25°C drauf hatte und damit auch mehr als 10km, vielleicht tatsächlich auf nem Track gefahren ist oder etwas schneller unterwegs war.


    Mit anderen Worten: Kann jemand aus eigener Erfahrung berichten oder sind das alles nur theoretische Überlegungen ?

  • Ich habe diese Conti Winterreifen drauf und bin diese auch schon bei über 20°C gefahren und wäre nie auf die Idee gekommen, dass hier eine Sommer Gummimischung verwendet werden könnte.

    Mein persönlicher Eindruck war, deutlich weniger Grip und mehr Abrieb als bei kälteren Temperaturen.

    TTRS Coupé, Arablau Kristalleffekt

    TT Coupé 2.0 tfsi quattro, Daytonagrau Perleffekt
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  • Ich habe diese Conti Winterreifen drauf und bin diese auch schon bei über 20°C gefahren und wäre nie auf die Idee gekommen, dass hier eine Sommer Gummimischung verwendet werden könnte.

    Mein persönlicher Eindruck war, deutlich weniger Grip und mehr Abrieb als bei kälteren Temperaturen.

    Welche Conti mit welchen Index ?


    Bis Index V gebe ich Dir vollkommen recht

  • Bist du dir sicher, dass du den Conti-Ingenieur auch richtig verstanden hast, denn diese Aussage trägt die Basis und die physikalische Grundlage der Arbeitsweise von Winterreifen ad adsurdum..


    Die Sommerreifenmischung ist zu hart, als dass sie bei niedrigen Temperaturen ausreichend flexibel ist, um sich entsprechend gut mit dem Untergrund zu verzahnen.


    Daher steigt der Bremsweg eines Sommerreifens auch bei niedrigen Temperaturen..


    Das ist genau DER entscheidenede Grund, warum es Winterreifen in der jetztigen Form gibt.

    Für Finnland/Norwegen und Schweden gibt es aus diesem Grund sogar "extrem" Winterreifen (z.B. Conti IceContact), die bei -40°C immer noch funktionieren, aber für deutsche Winter schon wieder zu weicht sind.


    Auch gibt es z.B. für U.S. Sommerreifen mit besonders harten Mischungen, die man in Texas oder Californien fährt und die für Europa keine Zulassung bekommen.


    Mein persönlicher Eindruck war, deutlich weniger Grip und mehr Abrieb als bei kälteren Temperaturen.

    Das entspricht auch den Erwartungen der physikalischen Grundlagen



    p.s.:

    ja ich habe ausreichend Erfahrungen mit den unterschiedlichest Reifentypen und Mischungen. Wobei ich diese negativ- oder postiv Effekte nicht aus Reifensicht, sonders aus Antriebsstrangbetrachtungen erfahren habe.

  • Ja, den hab ich schon richtig verstanden. Er bezog sich ja auch auf deutsche Winter (die gerade hier im Frankfurter Raum selten unter -5°C haben) und sagte, dass die speziellen Profile in dem Moment mehr leisten, als eine spezielle Gummimischung.


    Im Sommer, sagte bzgl Grip, sei der Unterschied zwischen den Profilen 5-10% weniger Auflagefläche, aber auch das würde durch die höhere Verzahnung teilweise kompensiert werden.


    Auf die Abnutzung angesprochen hat er nur seine eigenen Abnutzung angeben können, die mit ca. 60.000 km im Ganzjahresbetrieb durchaus beachtlich ist.


    Als Sicherheitsfaktor gab er zusätzlich an, dass ein Winterreifen bei Regen und nasser Strasse dem Sommerreifen überlegen ist und man daher durchaus dieses Plus mitnehmen solle.

  • Wie gesagt, widerspricht der Physik und alles was ich bis jetzt in meiner privaten und beruflichen Laufbahn gefahren bin ( und ich habe einiges aus dem Conti-Konzern gefahren und verschliessen ;) )


    Als Sicherheitsfaktor gab er zusätzlich an, dass ein Winterreifen bei Regen und nasser Strasse dem Sommerreifen überlegen ist und man daher durchaus dieses Plus mitnehmen solle.

    Auch diese Aussage stimmt allgemein gesprochen nicht:

    ja, der Winterreifen hat eine bessere Wasserabführung, daher ist er bei stehenden Wasser und bei deutlicher Gischtbildung dem Sommerreifenprofil überlegen. Das ist aber bei feuchter Strasse nicht mehr der Fall, wenn die Wasserverdrengung nicht mehr so wichtig wird.


    nein, der Winterreifen "überhitzt" auch bei Regen und entsprechenden Oberflächentemperaturen. Somit hat er das Problem, dass er zu weich wird, warum die Verzahnungseigentschaften nicht mehr auf einen entsprechend hohen Level gegeben sind..



    Auf die Abnutzung angesprochen hat er nur seine eigenen Abnutzung angeben können, die mit ca. 60.000 km im Ganzjahresbetrieb durchaus beachtlich ist

    Ja durchaus, und genau aus diesem Grund würde ich seine Aussagen gerade was den Blick auf Fahrdynamik und Trackdayuse echt nicht überbewerten ( um es positiv auszudrücken).



    Nochmal ganz allgemein:

    DEN allrounder Reifen gibt es nicht !

    Ein Reifen ist immer nur gut in einem Fenster, für das er gemacht ist. Dies basiert in erster Linie den Gummieigentschaften, die für die Mischung gewählt wurden.


    Das Profil ist da sekundär.


    Dies begründet ganz eindeutig die deutlich schlechtere Abschneiden von Ganzjahresreifen im Vergleich zu den speziallisierten Winter- oder Sommerreifen.

    Die Tests kannst du überall nachlesen und selber erfahren.


    Noch extremer zeigt sich dies bei Rennreifen, die nur in sehr engen Fenstern funktionieren. Jedoch muss man immer im Hinterkopf behalten, dass ein Rennreifen auch nur ein "ganz normaler" Reifen ist, dessen Arbeitsfenster extrem optimert zu Grunsten seiner Performance ist!


    DU glaubst gerade einer Aussage, die behauptet, dass eine Sommermischung im Winter und Sommer, also in einem extrem weitem Temperatufenster funktioniert, wenn sie ein geändertes Profilbild hat.

    Das ist durch o.b. physikalischen Grundlagen schon nicht möglich.


    Ein Winterreifen, der bei unter -5°C ("deutscher Winter") nicht funktioniert, bekommt keine Winterreifenzulassung.


    Wie gesagt, ich entwickel keine Reifen, sondern erfahre die Unterschiede von Reifen im Rahmen anderer Tests.

    ICH habe deutlich andere Erfahrungen auch und gerade mit Conti- Sommer- und Winterreifen bei Fahrdynamischen Tests.


    Daher werde ich deine Aussagen definitiv für allgemeine Use-Anfragen so nicht stehen lassen.


    Dennoch darf du gern an deiner Sichtweise und den deinen Input so weiter vertreten und verteilen. Das ist dein gutes Recht :)

    Ich hinterfrage Input jedoch sehr kritisch, wenn er wider dessen ist, was physikalisch oder der allgemeinen Erfahrung ist.


    Schönen Sonntag :)

  • Robert, es scheint anscheinend viele Dinge bei der Fahrzeugtechnik zu geben, die dir neu sind...


    Ein europäischer Winterreifen wird gerade im Schneematsch und Regen verwendet und muss im Gegensatz zum nordeuropäischen Winterreifen seltener auf trockenen Schnee laufen.

    Daher ist gerade die Wasserverdrängung bei Schneematsch ein wichtiger Punkt.


    Das sieht man dem Profil des Winterreifens auch offengesagt an, wenn man ihm mit dem Sommerreifen vergleicht.

  • Hallo Robert,

    Du wirst doch zugeben müssen, dass ein Sommerreifen, der für Spanien (besonders im Süden) perfekt ist, nicht wirklich für den Sommer in norden von Finnland das wahre ist.

    Genau aus diesem Grund werden auch unterschiedliche Reifen für unterschiedliche Regionen entwickelt, weil es dort unterschiedliche Anforderungen gibt.

  • Robert merktst du eigentlich noch irgendetwas ?!


    Wenn es primäre und sekundäre Ausprägungen gibt, bedeutet das nicht das Unterschiede bei den sekundäre Ausprägungen keinen Einfluss besitzen oder gar nebensächlich sind.


    Diese sind halt nicht so hoch, wie die primäre Ausprägungen, haben aber dennoch einen Einfluss.


    Das versteht jeder, der ein bisschen logisch denken kann.


    Aber niemand der beratungsresistent und nicht lernfähig ist und vor allem niemand, der ein Problem damit hat, dass es durch IMMER Personen gibt, die in gewissen Bereichen mehr Wissen hat, als man selber.


    Wissbegierige Menschen versuchen von solchen Menschen zu lernen und ihr Wissen abzugreifen.

    Andere besitzen halt nicht solche Eigenschaften und überspielen ihre Unwissenheit, in dem sie überall versuchen, irgendwelche Ungenauigkeiten komplett aus dem Zusammenhang zu reissen, damit man sie vielleicht als Fehler interpretieren kann.


    Zum Glück muss man sich mit solchen Personen nicht abgeben ;)


    Damit ist jegliche Konversation mit dir für mich beendet !

  • Oh, jetzt habe ich was gelernt. Nordeuropa liegt nicht in Europa - merkst du eigentlich, was du für einen Blödsinn schreibst?

    Es müsste Mitteleuropa heißen.

    Oh, jetzt habe ich was gelernt!

    Lieber Robert so geht das nicht hier, obwohl Deine Rückkehr im Forum von Teilen des Vorstands expliziert begrüßt wurde!

    Meine Meinung!

    Zurück zum Thema!

    AutomobilisTT

    Michael
    Audi TT 8N Coupe, 132 KW Front
    Quarzgrau/Karmesinrot
    EZ: 06/2005 / 85.000 KM

  • Marcus

    Hat das Thema geschlossen