Hirschessen 2018

Bericht Hirschessen 2018

 

Es gab bei der 18. Auflage des Hirschessens Altes und Neues. Wir waren zum dritten Mal in der Köhlerhütte in Grünhain-Beierfeld. Neu dieses Jahr war Ben Senior als Organisator, und ich sage schon hier, dass das Wochenende sehr gut gelungen ist.

Die Teilnehmer reisten von Donnerstag bis Samstagmorgen an, pünktlich zur Abfahrt des Busses waren alle da. Zuerst ging es zu Heyde Keramik in Jahnsdorf. Die Verkaufsräume sind auch Lager für die Stücke die trocknen sollen, und Werkstatt. Heute war ein Meister da, der uns das Töpfern einer Vase mal schnell in 10 Minuten vorgeführt hat. Ein Lehrling kann das erst zum Ende der Lehrzeit…

Und dann hat er die schöne Vase zum Prüfen der Wandstärke zerschnitten… ☹

Die Gruppe hat sich dann das Angebot des Ladens angesehen und auch was gekauft, oder an die Tische zum Bemalen von Auto-Rohlingen oder runden Scheiben. Auf denen haben wir gleich den Tankdeckel verewigt. Es bahnt sich an, dass wir eine Sammelbestellung von Tankdeckeln machen…

Das Mittagessen gab es im Töpfer Café gleich oben auf. Das war eine runde Sache…

 

Nach der Mittagspause ging die Reise weiter nach Morgenröthe-Rautenkranz zur deutschen Raumfahrtausstellung. Die Ausstellung ist im Vogtland, weil es der Geburtsort des ersten deutschen Kosmonauten Dr. Sigmund Jähn ist. Er war schon 1978 für eine Woche im All.

In einer Führung bekamen wir einen Überblick über die unterschiedlichen Abteilungen. Das besonders interessante für „westdeutsch“ Aufgewachsene ist, dass die Raumfahrt des ehemaligen Ostblocks auch im Detail dargestellt wird. Die Russen wurden beim Rennen zum Mond erst auf der Zielgerade überholt.

Auch die aktuelle Raumfahrt wird dargestellt, auch mit Erinnerungsstücken der deutschen Raumfahrer der letzten Jahre, bis hin zu Alexander Gerst. In der Ausstellung sind auch Modelle von Raketen und Raumfähren aus der Vergangenheit, da sieht man erst wie groß die Saturn V für die Mondflüge war…

Der letzte Höhepunkt der Führung war ein Trainingsmodul der russischen Raumstation Mir. Da wurde uns klar, wie eng es da zuging…

Dann lieber wieder in den Bus, nun auf dem Weg zurück ins Hotel, zum Ausspannen vor dem Abend.

 

Der Abend nahm seinen Auftakt mit einem Punschempfang vor dem Eingang zum vor knapp 200 Jahren eröffneten ersten Wirtshaus, aus dem der aktuelle Hotelbetrieb durch mehrere Erweiterungen entstanden ist. Der Chef erzählte uns während der Punsch uns von innen wärmte die Geschichte, wie Köhler im Rahmen einer Kindesentführung zu Helden geworden sind. Der Ort der Befreiung des ersten Kindes wurde in Sachsen zur Attraktion. An der Stelle wurde 1822 ein Denkmal aufgestellt und aus einer Schutzhütte entstand eine Gastwirtschaft.

Als die Geschichte und der Punsch zu Ende waren, gingen wir ins Warme in den Saal, wo nun das Hirschessen begann, das Kernstück des Wochenendes. Die Küche und der Service haben auch diesmal alles richtig gemacht, wir haben gegessen, getrunken und uns gut unterhalten. Nach dem Essen trat ein Musikant auf, der mit seinem Akkordeon Lieder aus Bergbau, der Gegend und allgemeinem deutschen Volkslied zum Besten gab. OK, ein russisches Lied war auch dabei. 😊

 

Es war ein tolles Wochenende und Anne und Ben möchten sich bedanken für Eure Teilnahme, es hat Spaß gemacht für eine solche TTolle Gruppe das Event zu organisieren.

Ben hat gleich am Sonntagmorgen den Termin für 2019 klar gemacht, das Hirschessen findet wieder in der Köhlerhütte statt am Wochenende 25.-27. Januar.

 

Mit Fotos von Marcus Breitenbach, Herbert Mauerer, Ben Senior, Gerhard Schlosser, Dietrich Uhlemann

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