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Bad Hindelang 2007 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Herbert Mauerer   
ttour



Und es geht doch!



Letztes Jahr hatten die Organisatoren noch heftig mit ihrem Schicksal gehadert. Bei den vielen Stunden der Vorbereitung und Planung hatten wir uns einen gütigen Petrus gewünscht. Aber er hat unser Mitgebsel wohl missverstanden. Zu einem Schirm musste es wohl Regen geben.

Aber Heiderose lies sich nicht entmutigen. Schon die "Generalprobe" der Allgäu-TTour im letzten Herbst hat super geklappt, und so konnte für das Event vom 18. bis 20. Mai schon gar nichts mehr schief gehen. Noch am Donnerstag hatte es in Strömen geregnet, für den Freitag morgen hatte sich Petrus schon eines besseren besonnen und die Sonne heraus geholt.

Am Freitag hatten sich schon gut die Hälfte der Teilnehmer eingefunden, und es gab nicht einmal kurzrfristige Absagen. Es hatten sich sogar zusätzliche Teilnehner eingefunden, die auch gleich samt tierischem Anhang voll integriert wurden.

hhleZunächst gingen wir in den Untergrund und besuchten die Sturmannshöhle in Obermaiselstein. Nach den heftigen Regenfällen der vorangegangenen Tage war zwischendurch der Wasserstand stark angestiegen, wir konnten die Höhle jedoch schon wieder komplett besichtigen. Es ist keine Tropfsteinhöhle, sondern mehr einausgespülter Ausschnitt den Berg entlang. Der begehbare Abschnitt erstreckt sich über 90 Höhenmeter, der Abstieg zum Höhlensee geht über 180 Stufen in Serpentinen-Treppen die Höhle hinunter. Und wie man sieht mussten sich die Besucher an einigen Stellen ganz schön bücken.

Nach der Höhle fuhren wir zum Bergbauernmuseum nach Diepolz. Zuerst stand das Mittagessen an, für das wir auf der Höfle-Alpe im Museum waren. Nach der Stärkung hatten wir noch genug Zeit zum Entspannen und Sonnen. Hier wurden auch schon die ersten Grundlagen für verschiedene kleine Sonnenbrände gelegt, die über das Wochenende einfach nicht abklingen wollten. Cool

Das Museum stellt das bäuerliche Leben im Allgäu seit dem Anfang des 19. Jahrhunderts dar, vor allem mit der Erzeugung von Käse, Wolle und Fleisch von Rind und Schaf. Mit dem Aufkommen der Eisenbahn wurde es möglich, die leckeren Käse aus dem Allgäu im weiteren Kreis zu vertreiben und erstmals etwas Wohlstand in die Gegend zu bringen. Seit dieser Zeit hat sich die Tierhaltung und der Lebensmittelmarkt stark verändert. Derzeit kämpfen die Landwirte um einen fairen Preis für die Milch, die Schafhaltung lohnt sich schon lange nicht mehr. All dies wurde und von unserer Führerin, einer Bäuerin aus einem Nachbardorf, sehr kompetent erklärt. Unser mitgebrachte Event-Hund nahm derweil Kontakt mit den "Ausstellungsstücken" auf:
museum-begegnung

Es war für den Tag noch etwas zu früh um ins Hotel zurück zu fahren, und so beschlossen wir in einem Gasthaus am nahe gelegenen Niedersonthofener See auf einen Kaffee und/oder Eis einzukehren. Bei der Rückkehr ins Hotel konnten wir weitere Neuankömmlinge begrüßen und so hatten wir einen fröhlichen und geselligen Abend.

Am Samstag stand die Tour durch Allgäu und Vorarlberg auf dem Programm. Da uns in 2006 das Bergpanorama vorenthalten wurde, hatte Heiderose für dieses Jahr in großen Teilen die gleiche Tour geplant, damit wir auch in den Genuss der unvergleichen Aussichten auf das Lechtal (siehe oben) und seine Berge und den Bregenzer Wald kommen. Auf der Tour und während des Mittagessen im Warther Hof wurde der Freitag angelegte Sonnenbrand weiter gepflegt. Die Sonnencreme konnte da nur noch wenig ausrichten. >> video_bahi071 (neues Fenster) 26MB


missenAm Nachmittag waren wir Gast des internationalen Allgäuer Oldtimer-Festivals in Missen mit einem Gleichmäßigkeits-Bergrennen. Wir hatten dort einen schönen Empfang und hingen sofort an den meist von den 50ern bis 70ern des 20. Jahrhunderts gebauten automobilen Träumen fest. Es waren auch etliche Motorräder aus dieser Zeit am Start. Aus den Siegerlisten können wir entnehmen, dass die Gruppe F fest in der Hand der Audi/NSU-Piloten war (Web Seite des Festivals). Gratulation! Der NSU-TT auf dem Bild wurde 7. in dieser Klasse. Er war wohl einmal vom Gas abgerutscht.

Nachdem wir ins Hotel zurück gekehrt sind, >> video_bahi072 (neues Fenster) 15MB  fanden viele noch die Zeit um sich in der Badeanlage Quelldorado noch mehr zu entspannen, und auch von der Bademeisterin eine Einreibung gegen die Schmerzen des Sonnenbrands zu bekommen. Am Abend waren wir wieder eine gesellige Runde und ließen es uns mit Hilfe der Küche und des Personals des Hotels Prinz-Luitpoldbad gut gehen.

Am Sonntag hatten wir einen weiteren Höhepunkt auf dem Programm. Wir konnten die Erdinger-Skisprung-Arena in Oberstdorf besichtigen. Schon von den Zuschauerplätzen sind die Schanzen beeindruckend. Als wir jedoch mit dem Schräglift und weiter mit dem Aufzug auf den Turm bei der Großschanze gefahren sind, wurde dem Letzten klar, welche Tollkühnheit es braucht um sich da mit ca. 90 km/h über den Schanzentisch zu stürzen. Im Absprunghang beenden die Springer den Sprung bei dann 110 km/h beim Aussprung mehr als das dreifache Körpergewicht mit einem eleganten Telemark.

Wir haben dann lieber zuerst uns und dann unsere Autos an der Schanze für einige schöne Fotos aufgestellt:
erdinger-gruppe
Übrigens: Das Seil, das durch das Bild gespannt ist musste sein, denn es verhinderte dass der Fotograf mit dem Service-Wagen den Aufsprunghügel hinunter saust.
erdinger-tt

Von der Schanze weg sind wir für eine Mittags-Vesper auf die Alpe Dornach gefahren. Auch dort konnten wir uns das letzte Mal für dieses Event bester Versorgung mit Allgäuer Spezialitäten und herrlichem Frühlingswetter erfreuen. Es wurden dann auch schon die Fotos und Filmaufnahmen von Harald Möller gesichtet, aber dann war es dann Zeit, Abschied zu nehmen, bei dem meisten mit dem Wunsch, sich auch nächstes Jahr wieder zu treffen. Wir haben auch schon einen Termin, diesmal am Wochenende von Fronleichnam.

Links:
TTOC Bildergalerie

Videos zum Download:
Video-1
Video-2

von Herbert Mauerer (Mai 2007)

 
   
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