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Sachsenring 2006 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Veit Müller   
Perfektionstraining 3 auf dem Sachsenring

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Montag, 09.10.2006 - der Sachsenringtag. Das Highlight des „Eventwochenendes".
Bei strahlendem Sonnenschein und zu erwartenden sommerlichen Temperaturen hieß es für den Basiskurs zeitig aufstehen. Trainingsbeginn war bereits 08:30 Uhr.
Die Teilnehmer des Perfektionstrainings 3 konnten dafür den Tag etwas gemütlicher angehen.
Angetreten waren für den Kurs 9 TT´s und 2 Ur-Quattros, welche für den zu Hause gebliebenen TT gerne als Ersatz herhalten durften.
sr06-2Gut gelaunt versammelte man sich gegen 10:00 Uhr auf dem Hotelparkplatz, wechselte noch ein paar lustige Worte miteinander und trat dann die 15 minutige Anfahrt zum Trainingsgelände an. Nach einem kurzen gemeinsamen Autobahnsprint und einer Walddurchfahrt öffnete sich auch schon das Panorama auf das Gelände des Sachsenrings. Es folgte die Anmeldung, sowie die Auswahl für die Mittagsbestellung, als dann auch der Instruktor mit einem CL500 eintraf und zu einer kleinen Einweisung bat.
Auf die Fragen – „Ölstand kontrolliert?" und „Reifendruck überprüft?" stellten wir erst einmal fest, dass dies nicht geschehen war. Wussten bei einem leichten Unsicherheitsgefühl zugleich aber auch, dass sich unsere Fahrzeuge in einem ausgezeichnetem Zustand befanden.
Zum Schluß der Runde erhielt noch jeder Teilnehmer ein Handfunkgerät, um für den weiteren Tag der Stimme  des Instruktors „lauschen" zu können. Nach der Aufstellung ging es auch sofort auf eine lockere Kennenlernrunde um den Ring. Über das Funkgerät erhielten wir einführende Worte zur Geschichte, zur Gegenwart, der Beschaffenheit und den streckentechnischen Besonderheiten des Rings. Auffallend ist besonders der etwas bergige Verlauf der Strecke, mit einem steilem Gefälle und ansteigenden, sowie abfallenden Kurven, was dem Rennkurs des Sachsenrings mit Sicherheit seinen besonderen Reiz gibt.
sr06-3Die erste Übung, wie sollte es auch anders sein – Slalomfahren. Anfangs mit lockerem Tempo, dann um sich an den Grenzbereich heranzutasten schneller werdend, bis zum maximal Möglichen. Bei manch Einem wurden Erinnerungen zu früheren Trainings wieder wach und die Sitzposition korrigiert. Weiter zur nächsten Übung. Bis zur Mittagspause gab es noch eine Trainingseinheit auf der Schleuderplatte, sowie die Anfahrt und die Passage durch das Omega - eine Besonderheit  des
Sachsenrings. Der Ablauf auf der Schleuderplatte gestaltete sich gegenüber vorangehender
Trainingskurse flotter. >> video_sr061 (neues Fenster)  – über die Platte - Abfangen – (oder auch mal nicht ;-) ) – weiter – der Nächste.... Auch hier hieß es wieder, den Grenzbereich „erfahren". Für das Durchfahren des Omega  >> video_sr062 (neues Fenster)  sollte man bei flotter Fahrweise auch alle seine Tücken kennen. Durch die Hanglage bedrückt in der Kurvenmitte zusätzlich noch das Gefühl, die Straße wolle seitlich wegkippen.  sr06-4
Nach der Mittagspause – Rundkurs. Bei zügigem Tempo gab es über mehrere Runden Instruktionen zu den optimalen Brems-, Einlenk-, und beachtenswerten Orientierungspunkten. Dabei wurde abwechselnd jedem Teilnehmer das direkte Verfolgen des Instruktorfahrzeugs auf der Ideallinie  ermöglicht. 
Endlich war es soweit. Die beiden P3-Gruppen des Tages wurden für das nun sehnsüchtig erwartete Freie Fahren zusammengefasst.
sr06-9Auch hier ging zuerst eine erneute Einweisung bezüglich der Sicherheit und den Verhaltensregeln der Trainingseinheit voraus. In Abständen von 5 Sekunden erhielten die Fahrzeuge „Grünes Licht" für den Run auf die Strecke.
>>  video_sr063 (neues Fenster)
>>  video_sr066 (neues Fenster) 23MB (Dank an Per aus Possendorf für das Video)
Gegen die Bemühungen einer zuerst zurückhaltenden Warmfahrrunde reagierte die TT-Technik stur mit ungehorsamen „Renntempo".
Es wird auch nicht verraten, daß der Sohnematz vom Präsi sich nur eine Runde an seinem Heck halten "konnte"...
bis er dann dem Papa zeigte, wer der bessere Fahrer von Beiden war...

45 Minuten Abenteuer, Spaß, Spannung und Begeisterung. Aber auch Rücksicht und gegenseitige
Fairness. Am Ende - zufriedene Gesichter, der Geruch gut temperierter Bremsen, ein stattlicher
Durchschnittsverbrauch  und das Gefühl, von der Übungseinheit um mindesten 30 Minuten betrogen worden zu sein.;-)
Möglicherweise wohl auch mit etwas weniger Profil auf den Reifen...
Nachdem sich die Gemüter und die Spannung wieder etwas gelegt hatten, folgten weitere Trainingseinheiten. Der rutschige Belag des Handlingsparcours, eine „Spielwiese für Erwachsene", >>  video_sr064 (neues Fenster)
sr06-7hatte irren Spaß bereitet.
Es folgten noch Übungen zur Gefahrenbremsung aus höheren Geschwindigkeiten, mit dem Herantasten an ein Hindernis bei ständiger Tempoerhöhung  zum
schlussendlichen Ausweichmanöver, wie auch dem plötzlichen Ausweichen bei höheren Geschwindigkeiten auf nasser Fahrbahn. 
>>  video_sr065 (neues Fenster)
Als zum abschließenden Gespräch sich gegen 19:00 Uhr die Sonne dem Horizont näherte, hatten wir einen idealen Beobachtungspunkt um noch ein paar klasse Drifts einer professionelleren Gruppe beobachten zu können.
Über die Teilnahme an solch einem Training machen wir uns besser erste einmal noch keine weiteren Gedanken... ;-) Unsere beiden Ur-Quattros hatten sich wacker geschlagen. Man konnte als Betrachter sogar den Eindruck gewinnen, dass sie mit ihrem permanenten Allradantrieb gegenüber den TT-Quattros häufig im Vorteil waren. Zwei turbolente und erlebnisreiche Tage waren wieder schnell vorbei, welche mit Sicherheit lange in angenehmer Erinnerung bleiben werden.
sr06-8Ob nur an der Erzgebirgstour teilnehmend, oder auch auf dem Sachsenring dabei gewesene TT-
Freunde – es hatte sich eine Prima Truppe zusammengefunden.

Ein Dankeschön gilt dem Sachsenring-Team. Es war ein toller Tag.
Auch für die Ausnahme, die maximale Kursteilnehmerzahl überschreiten zu dürfen.
Oktober 2006

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