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Standheizung im Audi TT Quattro Roadster PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Willy Bott   

Für die Quattro-Modelle der TT-Baureihe ist aus Platzmangel kein Einbau einer
Standheizung vorgesehen.
Es gibt für die „kleineren“ TT’s einen Einbausatz für die Installation in dem vorderen,
linken Stoßfänger. Dieser ist für den Quattro aber unbrauchbar, da an dieser Stelle ein
Ladeluftkühler sitzt.

Es gibt zwei Möglichkeiten eine Standheizung einzubauen:
Hinten im Kofferraum, dann müssen die Wasserleitungen unter dem Wagen nach vorne
laufen, oder vorne im Motorraum, dann muß irgendein Teil nach hinten um Platz zu schaffen.

Ich entschied mich für vorne und verbannte die Batterie aus dem Motorraum.
Jetzt ist diese im Kofferraum, was neben dem Platzgewinn für die Standheizung (2kg)
auch eine Gewichtsverlagerung von immerhin 15kg ergibt (Es gibt Leute, die für eine
Motorhaube aus Carbon 2000.- Euro bezahlen und nur 10kg sparen). Den Tilger habe ich
dabei auch gleich entfernt (17kg).

standheizungbild1.jpg

Die Kabel wurden durch die Schächte für die Heckbeleuchtung nach vorne verlegt.
Zusätzlich muß ein Schlauch nach außen führen, falls die Batterie mal „überkocht“.
Der Nachteil ist, daß die Batterie nun ca. 7cm übersteht. Hier müßte man eine flachere
Version finden, die ganz in der Radmulde Platz findet (für Hinweise wäre ich dankbar).
Das Reserverad (13kg) wurde gegen einen Kompressor (2kg) mit Füllmaterieal von
Continental getauscht.

Ich habe lange gebraucht, bis ich einen offiziellen Audi-Fachbetrieb gefunden habe, der
das Verlegen der Batterie durchgeführt hat.
Nun ist also Platz und man macht sich Gedanken, wie man eine Standheizung befestigt.
Dazu haben wir eine Halterung aus Aluminium angefertigt, die an Stelle der
Batteriehalterung montiert wird.

Auflagepunkt Luftfilterkasten           Befestigung Kabelverteiler (ausgeschnitten aus Originalbatteriebefestigung)
standheizungbild2.jpg
          Abgasschacht                                            Befestigung Standheizung aus Universaleinbausatz

standheizungbild3.jpg

 

Hier die eingebaute Standeizung
standheizungbild4.jpg

Die Abgasseite wurde anschließend zur Sicherheit zusätzlich mit Aluminium verkleidet
(Bilder von unten aufgenommen). Die Temperatur direkt am Schalldämpfer war nach
einer halben Stunde Betrieb 590 Grad, außen an der Aluverkleidung 57Grad.

 

     Verkleideter Schalldämpfer                                             Hitzemanschette (Lieferumfang)
standheizungbild5.jpg

 

            Ladeluftkühler                                   Schaldämpfer mit Verkleidung
standheizungbild6.jpg

Bzgl. Benzinversorgung haben wir nicht den Tank, die Hinterachse ect. ausgebaut,
sondern sind unter der Radverkleidung, kurz nach dem Kugelventil (am unternen Ende
des Einfüllstützen) mit der Leitung rein (in den Tank). Die Öffnung wurde eng gehalten
und mit Heißkleber abgesichert.

Der elektronische Anschluß war etwas schwierig, da kein verwertbarer Plan hierfür
geliefert wurde. Aber nach mehrmaligen Probieren haben wir den richtigen Anschluß gefunden:
Der gelbe Stecker auf der Rückseite des Klimabedienteiles der Mittelkonsole enthällt ein
grünes Kabel mit schwarzen Streifen, da muß der Stromgeber der Standheizung dran.
Dazwischen muß man noch dafür sorgen, daß die 12Volt des Gebers auf 4V „gebremmst“
werden.

Und das Ergebnis: Nun es ist eine Wonne in ein warmes, eisfreies Auto zu steigen und
sofort eine Wassertemperatur von 70-75 Grad zu haben.

Wäre da noch der Preis:
Batterieumbau beim Freundlichen ca. 900 Euro.
Der Einbau der Standheizung ist schwer zu beziffern. Wir, ein versierter Mechaniker mit
Werkstatt und ich als Schraubenschlüsselhalter) brauchten ca. 20 Stunden.
Wenn man den Plan für das Befestigungsteil bereits hat und schon vorher weiß wie alles
am Besten zu machen ist, ist ein Einabu wohl in 10 Stunden machbar.
Die Standheizung selber liegt bei 1100-1300 Euro.

(November 2005)

 

 
   
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