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Flossfahrt 2005
 Flossfahrt
Tour 23.-24.07.2005

flossfahrt05a.jpg
 

Eine Wochenend-Tour mal ganz anders - bei der die TT´s selbst nicht im Mittelpunkt standen.
Zielort und Treffpunkt war das Seehotel der Stadt Mirow in Mecklenburg-Vorpommern. Die Kleinstadt zählt zu den Fremdenverkehrsorten des Neustrelitzer Seengebietes und bietet durch die Lage an der Müritz-Havel-Wasserstraße ideale Bedingungen für Wassersportler. Auch Wanderer, Radler und Reiter kommen in der Region auf ihre Kosten.
Die aus dem Raum Hamburg Anreisenden trafen sich zur gemeinsamen Anfahrt. Die restlichen, aus aller Welt verstreuten Teilnehmer, nahmen den direkten Weg nach Mirow.
Bei der Ankunft wurden wir vom stattfindenden Inselfest überrascht. Die einzige Zufahrtsstraße zum Hotel war von zahlreichen Marktständen und Besuchern übersäumt, so daß wir uns unseren Weg im Schleichtempo durch die Menschenmassen suchen mußten. Als wir dort eintrafen, wurden wir bereits von Rita und Claus-Dieter in Empfang genommen.
Nach dem Einchecken nutzten wir die Gelegenheit über den Markt zu bummeln und die Schlossinsel zu besichtigen. Einige Stunden später trafen dann auch die restlichen Teilnehmer ein. Es war ein schöner Moment einer herzlichen Begrüßung.
Claus-Dieter hatte ein Fässchen Bier im Gepäck, welches wir gemeinsam wegen den inzwischen einsetzenden Regen im frühren Bierkeller leerten. Dazu gab es einen von Pia mitgebrachten, selbstgebackenen leckeren Kuchen.
Bis zum abendlichen Rittermal, welches vorzüglich und schmackhaft zubereitet wurde, gingen dann Alle eigene Wege.
Zwischen den Essen wurden wir mit mittelalterlicher Musik, Bauchtanzeinlagen und wissenswertes über die Geschichte von Mirow unterhalten. Daß das heutige englische Königshaus eine seiner Wurzeln in Mirow fand und auch der Name "Strelizie" der Papageienblume , haben wir dort erfahren können.
Nachem unser Bäuche nach mittelalterlicher Art geladen wurden, fanden wir uns alle im Getummel des Inselfestes wieder. Selbst Roland Kaiser ließ es sich nicht nehmen, für seine Stimme um Gehör zu bitten...
Als dann später wieder die aktuellen Hits über die Lautsprecher gedroschen wurden, trat  nach Mitternacht auch bei uns in unterschiedlicher Reihenfolge die Müdigkeit ein. Glück hatte, wer trotz der lauten Musik einen festen Schlaf fand, oder sein Zimmer zur Seeseite hatte...
Gut gelaunt trafen wir uns am nächsten Morgen zum zeitigen Fühstück. Der Wetterbericht versprach - kein Regen, auflockernde Bewölkung und ansteigende Temperaturen. Genau das, was wir für unsere Floßtour brauchen. Also, ab ging es mit dem Bustaxi nach Dimitz zur Ausleihstation von Tom Sawyers Tours. Nach kurzer Einweisung der selbsternannten "Floßführer" wurden die fast 30 Teilneher auf die 4 Flöße verteilt.
flossfahrt05c.jpgUnerfahren und ungeübt, aber voller Tatendrang und Abenteuerlust nahmen wir es mit der "offenen See" der mecklenburgischen Binnengewässer auf. Wie als wären sie bestellt gewesen, kam uns auf den ersten Metern ein kleines Boot entgegen auf dem "Zerstörer" geschrieben stand. Die Besatzung mit Helm und Büffelhörner nutzte unsere Unwissenheit und verpaßte längsseits jeder Floßbesatzung mittels einer großkalibrigen Wasserkanone aus dem Spielzeugregal erst einmal eine Dusche. Natürlich hatten die anderen Floßbesatzungen auch ihren Spaß bei der Beobachtung gehabt. Aber es kam jedes Floß dran. ;-)
Nach dem Überfall haben es sich die Mädels dann gemütlich gemacht und die Junx waren mit der Kommunikation der Besatzungen untereinander mittels der TTOC-Funkgeräte und der Navigation bzw. Zielsuche beschäftigt. Es galt eine Seegaststätte in Strasen anzusteuern.

Die Fahrt bot ausreichend Zeit für unterschiedliche Späße. Da die Fahrzeuge ohne ESP, Spoiler und Tubolader ausgerüstet waren, haben wir auf Wettfahrten verzichten müssen. Auch die Kurvenlage haben wir aus Sicherheitsgründen, wegen der hohen Untergrundfeuchtigkeit und dem schwammigen Fahrverhalten nicht testen wollen. Wir hatten so schon mit den Wellen der vorbeifahrenden Jachten kämpfen müssen. Zumindest war es immer nett zu beobachten, wie nach einem solchen Spritzer auf den jeweils anderen Flößen ein reges Kreischen stattfand... ;-)
Mit einer baldigen Schleusung hatten wir dann eine weitere Bewährungsprobe, welche von allen Besatzungen nach unserer Meinung bestens gemeistert wurde. Der Schleusenwärter muß es wohl aber etwas anders gesehen haben. Ihm ging es wahrscheinlich nicht schnell genug.

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Nach ca. 3 Stunden war das Mittagszeil erreicht und die Flöße am "Kai" des Gasthauses festgemacht. Auch die Sonne gab sich inzwischen große Mühe, so daß wir im Freien sitzen konnten. Dank der tollen Organisation hatten wir die Speisekarte bereits zur Anfahrt an Bord und konnten per Handy die Bestellung durchgeben und unser Erscheinen ankündigen. So dauerte es nicht lange, bis wir unsere Malzeiten auf dem Tisch hatten und der Stärkung erfreuten.
Für den Start zur Rückfahrt erfolgte das Herausnavigieren von der Anlegestelle der Gaststätte schon richtig professionell. Das Wetter zeigte sich zusehens von seiner schönen Seite. Auch auch auf der Rückfahrt gab es viele schöne und erinnernswerte Momente. Zudem macht eine Seefahrt hungrig und durstig. So wurden von verschiedensten Manövern begleitet und mit viel Spaß bei den Aktionen zwischen den Flößen Knabbereien und Getränke ausgetauscht. Manch einer machte auf dem "oberen" Sonnendeck sein gewohntes Mittagsschläfchen in der Sonne.
Bis zur Ankunft an der Verleihstation gab es keine unangenehmen Zwischenfälle. Es hat auch niemand die direkte Nähe zum Wasser suchen müssen... Hierfür gab es aus einer früheren Tour im Spreewald berechtigte Bedenken... ;-)
Nach überstandener Rückfahrt zur Verleihstation und der Übergabe der Flöße verabschiedeten wir uns von den Anderen und traten die Rückreise an.

Wir möchten uns bei den NordlichTTern ganz herzlich für die Einladung und für die Möglichkeit einer Teilnahme bedanken.

Es war ein inmitten toller TT-Freunde rundum gelungenes Wochenende mit einer super Organisation, an welches wir uns später gerne zurückerinnern werden.

Kerstin & Veit

Bilder: Galerie  Flossfahrt 2005

 

 
   
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